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26.02.2018 17:30

DAJ-Studie: Karies im Milchgebiss bleibt ein Problem

Die „Epidemiologischen Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe“ der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) zeigen, dass fast 80 Prozent der 12-jährigen Sechstklässler hierzulande kariesfreie Gebisse haben. Damit liegt Deutschland international an der Spitze. Für die Studie wurden bundesweit im Schuljahr 2015/16 mehr als 300.000 Kinder zahnärztlich untersucht.

Ein Problem ist aber weiterhin die Karies an Milchzähnen. Sie tritt früh auf, ist noch weit verbreitet und belastet einen Teil der Kinder in ihrer gesunden Entwicklung. Das zeigen die weiteren untersuchten Altersgruppen: Die 6- bis 7-jährigen Schulanfänger, die noch hauptsächlich Milchzähne haben, weisen nur zu knapp 54 Prozent naturgesunde Gebisse auf. Bei den untersuchten 3-Jährigen sind bereits fast 14 Prozent von Karies betroffen.

Mundgesundheitliche Chancengleichheit bleibt eine Herausforderung für die Prophylaxe, da laut Studie eine verhältnismäßig kleine Gruppe von Kindern unter starkem Kariesbefall leidet (Kariespolarisation), der nur sehr schwer und nicht selten bei Kleinkindern in Narkose zu sanieren ist, während die meisten Altersgenossen gesunde Zähne haben.

Die komplette Studie finden Sie hier: http://daj.de/fileadmin/user_upload/PDF_Downloads/Epi_2016/Epi_final_BB1801_final.pdf 

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